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Studienverlauf

Der Studiengang Internationale Beziehungen ist in Basismodule und Aufbaumodule aufgeteilt. Alle relevanten Kurse, die von den drei Universitäten angeboten werden, finden Sie im kommentierten Vorlesungsverzeichnis (KVV) des MAIB. Das KVV wird im Downloadbereich vor Beginn jedes Semesters veröffentlicht.

Die folgende Information richtet sich an Studierende mit Zulassung seit dem Wintersemester 2010/2011.  Studierende mit Zulassung vor dem Wintersemetser 2010/2011 finden relevante Information am Ende dieser Seiter unter "Links zum Thema".

Basismodule:

Von den fünf Basismodulen ist jeder Studierende verpflichtet 2 Pflichtmodule zu belegen und muss zusätzlich 2 Wahlpflichtmodule wählen.  Die Pflichtmodule sind „Internationale Institutionen und transnationale Politik“ und „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und politische Ökonomie“ und die Wahlpflichtmodule sind „Transformationen, Regionen und vergleichende Außenpolitik“, „EU Studien“ und „Sicherheit und Frieden“. Studierende müssen zwei von drei Wahlpflichtmodulen wählen. Studierende, die den Schwerpunkt EU Studien belegen, müssen neben einem zweiten in jedem Fall das Wahlpflichtmodul EU belegen. Die fünf Basismodule entsprechen die fünf Kernbereichen im Master-Studiengang Internationale Beziehungen. Von jedem Basismodul müssen die Studierenden jeweils zwei Kurse belegen, einer von den Kursen muss eine Vorlesung (VL) oder ein Kernseminar (K-HS) sein und ein Kurs muss ein Hauptseminar sein.  Innerhalb jedes Moduls muss ein Kurs als Leistungsschein belegt werden und ein Kurs darf als Teilnahmeschein belegt werden. Der Leistungsnachweis ist durch das Verfassen einer Hausarbeit im Hauptseminar sowie einer Klausur in einer Vorlesung oder Kernseminar zu erbringen.  Mindestens die Hälfte der Prüfungsleistungen in den Basismodulen ist in englischsprachigen Lehrveranstaltungen zu erbringen.

Pflichtmodule: 

Internationale Institutionen und transnationale Politik (10 LP)

Internationale Institutionen – im Sinne von Symbolen, Regeln, Normen, Konventionen, Regimen oder Organisationen – konstituieren Ordnung und Kooperation in den internationalen Beziehungen. Neben Staaten wirken Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft in internationalen Institutionen mit. In diesem Kernbereich werden die empirischen Erscheinungsformen von internationalen Institutionen und transnationaler Politik sowie die Theorien zu deren Funktionstätigkeit behandelt.

Internationale Wirtschaftsbeziehungen und politische Ökonomie (10 LP)

Grenzüberschreitende wirtschaftliche Interaktionen begründen fundamentale Interdependenzen, die starke Rückwirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben. In diesem Kernbereich werden Prozesse der Entwicklung/Unterentwicklung, der wirtschaftlichen Globalisierung und die globalen Steuerungsprobleme in Wirtschaft, Umwelt und anderen Politikbereichen außerhalb der internationalen Sicherheit behandelt und empirisch wie theoretisch analysiert.

Wahlpflichtmodule: 

• Transformationen, Regionen und vergleichende Außenpolitik (10 LP)

Regionen bilden eine wichtige Ebene globaler Politik, auf der sowohl ober- wie unterhalb von Nationalstaaten Integrations- und Fragmentierungsprozesse zu beobachten sind. In den Lehrveranstaltungen dieses Moduls soll untersucht werden, wie innerstaatliche Prozesse und globaler Wandel nationale Politiken und ihre unterschiedlichen Transformationen beeinflussen. Die Schwerpunkte liegen auf einer systematischen politikwissenschaftlichen Perspektive und ihrer Anwendung auf die einzelne Weltregionen. Darüber hinaus werden in diesem Kernbereich außenpolitische Entscheidungsprozesse vor dem Hintergrund der besonderen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen einzelner Länder wie auch Integrationsprozesse in verschiedenen Weltregionen vergleichend analysiert.

Internationale Konflikte, Sicherheit und Frieden (10 LP)

Krieg und Frieden sind zentrale Phänomene in den internationalen Beziehungen. Neben klassischen zwischenstaatlichen Konflikten stehen heute innerstaatliche Konflikte und deren internationale Implikationen im Mittelpunkt, die sich als unzugänglich für traditionelle Lösungsstrategien zeigen. In diesem Kernbereich werden Möglichkeiten zur Prävention der gewaltsamen Eskalation von Konflikten und zur Befriedung gewaltsam ausgetragener Konflikte behandelt.

EU Studien (10 LP)

Im Mittelpunkt dieses Moduls steht die Europäische Integration als prominentes Beispiel regionaler Integration. In den Lehrveranstaltungen dieses Moduls werden verschiedene theoretische, methodische und empirische Perspektiven und Problembereiche der Europäischen Integration sowohl in der Binnen- als auch in der Außenperspektive vermittelt. In der exemplarischen Analyse europäischer Politik in verschiedenen Politikfeldern werden die gegenwärtigen Strukturen, Institutionen und Funktionsweisen der sowie deren Interaktion mit anderen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren EU in den Blick genommen.

Aufbaumodule:

Vertiefungsmodul (12 LP)

Im Vertiefungsmodul werden die Inhalte aus den Kernbereichen theoretisch sowie empirisch oder durch die Erarbeitung zusätzlicher regionen-, theorie- oder methodenbezogener Kompetenzen vertieft. Das Vertiefungsmodul ermöglicht den Studierenden eine individuelle Schwerpunktbildung während des Studiums. Das Vertiefungsmodul wird durch 2 Leistungsscheine in 2 Wahlveranstaltungen (in der Regel Hauptseminare) abgeschlossen. Der Leistungsnachweis ist jeweils durch das Verfassen einer Hausarbeit zu erbringen.

Projektkursmodul (12 LP)

Das Projektkursmodul ergänzt die inhaltliche Schwerpunktbildung durch das Vertiefungsmodul. Dabei erlaubt der Projektkurs durch die besonders intensive Beschäftigung mit einem Thema eine gründliche Auseinandersetzung mit der Anwendung sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden und ermöglicht so eine Vorbereitung auf die Master-Arbeit. Das PK-Modul besteht aus zwei Kurse in drei Teilen die sich über zwei Semester ziehen: 1. Semester, Methoden = Teil I + Inhaltliche Schwerpunktbildung = Teil II; 2. Semester: Inhaltliche Schwerpunktbildung = Teil III.  Der Leistungsnachweis ist durch das Verfassen einer Projektkursarbeit zu erbringen. Der Projektkurs kann durch zwei themenähnliche Hauptseminare und ein Hauptseminar des Methodenmoduls ersetzt werden. Auf Antrag entscheidet darüber der Prüfungsausschuss.

Begleitmodul (6 LP)

Das Begleitmodul dient der Ergänzung des Fachwissens durch die Beschäftigung mit den Internationalen Beziehungen verwandten Themenfeldern (beispielsweise Geschichte oder Völkerrecht). Studierende, die den Schwerpunkt EU Studien belegen, müssen eine Lehrveranstaltung zum Europarecht belegen. Das Begleitmodul wird durch 1 Leistungsschein in 1 Wahlveranstaltung (in der Regel Hauptseminar) mit schriftlicher Leistungskontrolle abgeschlossen.

Methodenmodul (6 LP)

Das Methodenmodul dient der Beschäftigung mit quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialforschung. Es soll insbesondere auf die wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der Master-Arbeit vorbereiten. Die Lernziele dieses Moduls werden durch ein Hauptseminar mit schriftlicher Leistungskontrolle oder durch die Methodenkomponente eines sechsstündigen Projektkurses erreicht.

Berufspraktikum (16 LP)

Vorrangig während der vorlesungsfreien Zeit müssen die Studierenden ein fachrelevantes Berufspraktikum im Umfang von insgesamt mindestens drei Monaten absolvieren zu dem ein Praktikumsbericht zu verfassen ist. Das Berufspraktikum sollte vorzugsweise im Ausland absolviert werden. Das Berufspraktikum kann durch ein Kolloquium oder eine Karriere fördernde Maßnahme vorbereitet bzw. begleitet werden. Das dreimonatige Berufspraktikum wird mit 16 LP gewichtet und nicht benotet. 

Masterarbeit und Verteidigung (28 LP)

Die Master-Arbeit zeigt, dass der/die Kandidat/in in der Lage ist, ein Problem der Internationalen Beziehungen selbstständig wissenschaftlich zu bearbeiten. Die Master-Arbeit soll ca. 20.000 Wörter umfassen und wird von der Kandidatin oder dem Kandidaten in einem ca. 20 minütigen  Prüfungsgespräch mit den Gutachtern verteidigt. Die Masterarbeit einschließlich des begleitenden Kolloquiums wird mit 28 LP gewichtet. 


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Stand: 08.02.2012

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